12.11.2019 in Bürgerschaft von SPD-Abgeordnetengemeinschaft Bremerhaven

Senat stellt Weichen für Bremerhaven als führenden Standort für eine Zukunftstechnologie

 

„Grüner Wasserstoff ist eine Zukunftstechnologie – und der Senat hat mit seinem heutigen Beschluss die Weichen dafür gestellt, dass das Land Bremen und insbesondere Bremerhaven bei der Entwicklung dieser Technologie zu den Vorreitern gehören können“, sagt der Bremerhavener Abgeordnete und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Günthner. Zuvor hatte der Senat das Modellprojekt „Wasserstoff im Fischereihafen Bremerhaven“ beschlossen. Dazu soll ein Elektrolyse-Testfeld entstehen und  Anwendungsfälle erforscht werden. Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES und die Hochschule Bremerhaven werden hierbei kooperieren. Finanziert wird das Projekt, das insgesamt knapp 20 Millionen Euro kosten wird, aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – also zur Hälfte durch die EU und zur Hälfte durch das Land Bremen. 

„Bremerhaven bietet sich hier eine große Chance – und diese Chance müssen wir nutzen“, betont Günthner. Aktuell sei der Markt für Wasserstofftechnologien noch in der Entwicklung. Das liege an den hohen Kosten, die diese Technologie noch verursache. „Mit dem heute beschlossenen Modellprojekt kann es gelingen, Bremerhaven an führender Stelle auf diesem Markt zu positionieren”, so der Sozialdemokrat weiter. „Denn diese Technik kann dadurch so weiterentwickelt werden, dass  Kosten sinken und sie am Markt bestehen kann. Bremerhaven ist dafür als Standort prädestiniert, weil es hier eine hohe Kompetenz im Bereich Windenergie gibt. Ein Projekt, das eine umweltfreundliche Speichermöglichkeit für die Windenergie schaffen will, entwickelt diesen Schwerpunkt konsequent weiter und ergänzt ihn perfekt.”

Günthner abschließend: „Die heute beschlossenen 20 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln sind in dreierlei Hinsicht gut angelegtes Geld. Eine grüne Wasserstoffwirtschaft hat eine hohe ökologische Bedeutung und leistet einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende. Sie hat eine große ökonomische Bedeutung, weil bereits ansässige Unternehmen dadurch ein attraktives Umfeld und neue Unternehmen Anreize zur Ansiedlung erhalten. Und schließlich können dadurch Arbeitsplätze erhalten und neu geschaffen werden. Kurzum: Es ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Landes Bremen als Wirtschaftsstandort und kann Bremerhaven langfristig als einen führenden Standort dieser Zukunftstechnologie aufstellen.“

11.11.2019 in Unterbezirk von SPD Bremerhaven

Mit der Grundrente wird die Lebensleistung anerkannt

 

Günthner: Viele Menschen in Bremerhaven profitieren
 
Bremerhavens SPD-Vorsitzender Martin Günthner hat den in der Berliner Koalition erreichten Kompromiss bei der Grundrente begrüßt: „Für uns war das immer eine Frage des Respekts und der Anerkennung: Menschen, die jahrzehntelang Leistungsträger unseres Alltags waren, müssen im Alter besser gestellt werden. Es ist gut, dass mit der Einigung auch die von der Union geforderte unwürdige Bedürftigkeitsprüfung vom Tisch ist.“ In Bremerhaven sind es im laufenden Jahr 2030 Rentner­innen und Rentner, die ergänzende Grundsicherungsleistungen erhalten: „Überwiegend sind es Frauen. Wir gehen davon aus, dass es vermutlich viel mehr Anspruchsberechtigte sind, von denen sich viele schämen, zum Sozialamt zu gehen“, so der SPD-Politiker.
 
Die erreichte Grundrente sei zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, weil sie das Versprechen einlöse, sich nach einem langen Arbeitsleben auch mit geringem Einkommen auf die Rente verlassen zu können, so Günthner. Der gefundene Kompromiss sei ein wichtiger Schritt, Altersarmut zu verhindern: „Rentnerinnen und Rentner sind nicht gezwungen, erst ihr Vermögen zu verbrauchen. Bestehendes Vermögen bleibt bei der Prüfung außenvor und erhalten – das war uns als SPD im über drei Legislaturperioden dauernden Kampf für die Grundrente sehr wichtig. Das Ergebnis bedeutet auch, dass soziale Schichten leichter durchbrochen werden können und betroffene Menschen auch etwas vererben können.“

Wichtig sei, dass der Anspruch auf Grundrente an die eigene Lebensleistung und nicht an das Vermögen des Lebenspartners gekoppelt sei. „Ich hoffe, dass die Union nun auch den entsprechenden Gesetzentwurf von Sozialminister Hubertus Heil nicht blockieren, sondern zügig mit uns beschließen wird“, so Günthner.

10.11.2019 in Bürgerschaft von SPD Bremerhaven

Zu Besuch bei der Faden gGmbH

 

Am 15. Oktober 2019 besuchte Janina Brünjes, Mitglied der Deputation für Arbeit in der Bremischen Bürgerschaft, die Faden gGmbH, um sich über die Herausforderungen und Chancen der öffentlich geförderten Beschäftigung in Bremerhaven zu informieren. 

Geschäftsführerin Sabine Markmann präsentierte hierbei in welchen Bereichen die faden gGmbH aktiv wirkt. Dieses Profil reicht von einer Holzwerkstatt und Frauenförderung über Mediengestaltung bis hin zu Garten- und Landschaftsbau.

Besonders wichtig ist die Sichtbarkeit der Arbeit, für die die Beschäftigten Wertschätzung und Anerkennung der Bürgerinnen und Bürger erhalten. Diese unmittelbar sichtbaren Ergebnisse zeigen sich z.B. bei dem Landesprogramm PASS (Perspektive Arbeit Saubere Stadt), da die öffentlichen Grünflächen und die Wohnumfeldpflege allen Menschen zugute kommt und das Stadtbild verschönert.

Interessant war insbesondere die Besichtigung der Holzwerkstatt. In einer großen Halle konnte die Gelegenheit genutzt werden, mit den Beschäftigten ins Gespräch zu kommen. Diese berichteten stolz über die teilweise sehr komplexen Anfertigungen aus für beispielsweise Schulen. Janina Brünjes konnte sich von den Ergebnissen überzeugen, vom Holzspielzeug bis zu Groß- und Spezialanfertigungen.  Im Rundgang durch die verschiedenen Produktionsschritte konnte der Prozess von Anfang bis Ende begutachtet werden. Die sehr aufgeschlossenen Beschäftigten erzählten, dass auch die Holzprodukte wieder unter sozialen Gesichtspunkten weitergereicht werden - es gibt günstige Angebote für sozial Bedürftige.

 

Janina Brünjes kommentiert: Hier wird gute Arbeit geleistet! Für uns als SPD spielt die öffentlich geförderte Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen eine wichtige Rolle - es ist ein entscheidendes Instrument, um gerade in Bremerhaven Langzeitarbeitslose wieder einen regulären Alltag zu ermöglichen. Wenn man die Beschäftigten voller Stolz erzählen hört, was sie für eine wichtige Arbeit leisten, geht einem das Herz auf. Wir wollen insbesondere Fördermöglichkeiten aus der EU und vom Jobcenter weiterhin aktiv in Bremerhaven nutzen und die Träger unterstützen. 

07.11.2019 in Ortsverein von SPD Bremerhaven

SPD in Wulsdorf: Ausbau des Midgardwegs

 

Bernd Felis, Vorsitzender der SPD in Wulsdorf, berichtet über den Ausbau des Midgardweges:

Seit Jahren beklagen die Bewohner der Liethbreden-Siedlung den Zustand des Midgardweges als die vorrangige Zu- und Abfahrtsstraße über den Vieländer Weg.

Die Poggenbruchstraße als ehemalige Hauptverbindung wird immer weniger genutzt, da die hier befindliche Bahnquerung für täglich 170 Züge mit steigender Tendenz, sehr häufig, viele Minuten lang, gesperrt ist. Angeforderte Rettungsfahrzeuge werden dementsprechend ebenfalls aufgehalten. 

Die neue „Hauptverbindung“, der Midgardweg, lässt bei der geringen Breite der Asphaltdecke das gefahrenfreie Sich-Begegnen zweier PKW nicht zu. Die zwangsweise zu befahrenen Randstreifen in diesem Waldstück sind tief ausgefahren und in der Regel vermatscht.

Mit Vertretern der Siedlergemeinschaft, der Stadtteilkonferenz und der Amtsleitung Straßen- und Brückenbau haben wir einen Ortstermin organisiert, dessen Ergebnis nicht zielführend war.

Daraufhin haben wir nach Telefonaten mit der zuständigen Stadträtin einen Antrag auf Ausbau des Midgardwegs gestellt. Diesen Antrag haben die Siedlergemeinschaft und Sprecher der Stadtteilkonferenz übernommen und in die Stadtteilkonferenz eingebracht.

Nach Information und Diskussion mit intensiver Beteiligung durch den SPD-Ortsverein haben sich auf der obigen Stadtteilkonferenz ohne Gegenstimme die 59 Anwesenden für den Antrag und dessen Weiterleitung an das Dezernat VI, Bauamt, ausgesprochen.

06.11.2019 in Stadtverordnetenfraktion von SPD Bremerhaven

„CDU stellt angestaubten Dauerbrenner ins Schaufenster“

 

Bürgermeister soll für Haushaltssperre Fakten liefern
 
Bremerhaven, 06.11.2019. „Bürgermeister Torsten Neuhoff (CDU) muss Transparenz und Fakten liefern, wenn er unsere Zustimmung haben will. Die SPD macht das Spielchen nicht mehr mit, dass die CDU wie jedes Jahr einfach nur ihren ausgehöhlten Kürbis Haushaltssperre angestaubt ins Schaufenster stellt“, kritisiert Sönke Allers, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktion erwarte, dass der Bürgermeister transparent, schlüssig und detailliert erkläre, wie er das Kunststück vollbringen wolle, mit einer Haushaltssperre auf die kurze Strecke gerechnet die zu erwartende Haushaltslücke auszugleichen.
 

Der SPD-Politiker sagte, das Schwarze-Peter-Spielchen, dass die CDU immer im Herbst den Rasenmäher Haushaltssperre rausholt und die SPD-verantworteten Dezernate unter Zugzwang zu versetzen versucht, sei durchsichtig: „Wir hatten die Erwartung, dass der neue Bürgermeister mehr liefern würde als nur inhaltsleere Wiederholungen. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf: Der Bürgermeister muss jetzt liefern und bei der Gelegenheit auch plausibel erklären, warum er erst jetzt damit um die Ecke kommt und nicht schon im September, als das Thema erstmals auf Tapet kam“, so Allers.
 
Die Äußerung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Raschen, die SPD spiele auf Zeit, weise er aufs Schärfste zurück, erklärte der SPD-Politiker: „Das ist grober Unfug und nur eine Nebelkerze, die von der eigenen Inhaltsleere ablenken soll.“ Auch die Einlassung Raschens, die Sozialdemokraten sollen sich mal an die Haushaltsansätze halten und nicht immer mit zusätzlichen Stellenbedarfen kommen, sei abwegig: „Herr Raschen ist entweder vom Stamme Ahnungslos oder reichlich dreist, wenn er das in aller Ernsthaftigkeit behauptet: Die von der SPD-verantworteten Ressorts seien im Gegensatz zu den von der CDU-geleiteten Dezernate mit gewaltigen und in Teilen nicht planbaren, weil veränderlichen Herausforderungen konfrontiert. „Wenn Herr Raschen das wirklich glaubt, kann er das ja bei der nächsten Personalversammlung vor den Beschäftigten des Magistrats wiederholen, wenn er sich traut.“ Die Haltung der SPD, so der Fraktionsvorsitzende, sei klar: „Der Bürgermeister ist jetzt am Zug – auch wenn er dank des für uns unerklärlich späten Handelns fast schon abgefahren ist.“

 

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